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Warum sind Cavas so viel günstiger als Champagner?

März 27, 2017

Warum sind Cavas so viel günstiger als Champagner?

Wir lieben Schaumweine. Egal ob Champagner, Cava, Prosecco, Franciacorta, einen Crémant aus Bordeaux, Burgund oder Loire – ganz gleich welcher! Der elegante Eiswürfelbehälter, der Knall beim Entkorken, die feinen Bläschen, das Prickeln der Säure auf der Zunge … gibt es etwas an den Schaumweinen was wir nicht mögen?

Doch, ja, der Preis einiger dieser Schaumweine. Champagner ist zwar genial, aber er ist nicht günstig. Die Preise der Cava sind vergleichsweise wesentlich günstiger. Dies mag etwas seltsam erscheinen, denn in der Tat sind ein guter Champagner und ein guter Cava sehr ähnlich. Wie kommt dann der Preisunterschied zwischen einem Cava und einem Champagner zustande? Es gibt verschiedene Faktoren, die zu diesem Preisunterschied führen. Der Qualitätsunterschied ist aber nicht so groß, wie dies der Preis vielleicht vermuten lässt!

 

Die Kosten für den Anbau der Weintrauben

Sowohl der Champagner als auch der Cava wird aus Trauben hergestellt, und in manchen Fällen wird die gleiche Traubensorte verwendet. Warum ist also der Cava günstiger? Im wesentlichen ist es teurer Trauben für Champagner zu halten, als für Cava. Das fängt bei den Kosten für den Grund an, auf dem die Trauben wachsen. Die Grundstückskosten innerhalb der Herkunftsbezeichnung Champagner sind höher denn je. Einen Hektar Land in der renommierten Region Côte des Blancs kann um die 1,8 Millionen Euro kosten. Auch ist wenig Land verfügbar. Die Kosten für den Anbau der Trauben, selbst vor der Weinbereitung, wirkt sich also auf den Preis des Champagners aus. Die schwierigen Wachstumsbedingungen in der Region Champagner im Vergleich zur Region des Penedés (wo mehrheitlich der Cava hergestellt wird), haben natürlich auch eine Auswirkung auf die Gesamtausbeute.

 

Die Kosten bei der Herstellung des Weines

Es gibt zwar einige Champagner-Produzenten, die ihren eigenen Wein herstellen, die meisten aber verkaufen ihre Trauben and grosse „Maisons“ wie Moët & Chandon, die dann den Wein produzieren und verkaufen. Champagner herzustellen ist ein teurer und zeitaufwendiger Prozess, mit sehr viel Arbeit verbunden, und mit einem langer Alterung. Sowohl der Champagner als auch der Cava werden mit der traditionellen Methode, auch „Champenoise“-Methode“ genannt, herstellt. Dabei wird der Wein in der Flasche einer zweiten Gärung unterzogen – er wird dann schaumig. Dies ist ein bedeutender Unterschied zur günstigeren Methode „Tanque“, die für den Prosecco verwendet wird. Die Preise für den Cava können niedriger gehalten werden, weil die Rohstoffe günstiger sind, es werden mehr automatisierte Prozesse angewendet, und die Techniken, die für den Alterungsprozess angewendet werden, sind auch günstiger.

 

Die Nachfrage und der Luxus-Status

Keine Frage, Champagner ist ein Luxusprodukt. Ein legendärer Vintage-Champagner wie der Krug Clos du Mesnil 1990 hat einen exorbitanten Preis, da dieser sehr selten ist. Es herrscht nach wie vor Nachfrage nach luxuriösen Champagnern seitens von Menschen, die schlicht die besten Dinge des Lebens, Status, und all dies, was dazu gehört, genießen möchten. Das Wort „Champagner“ steht für Klasse und Luxus. Der Cava hingegen hat nicht diesen Status, aus diesem Grund ist dessen Preisgestaltung in der Regel realistischer. Selbst die besten Cavas, wie der Recaredo Turó D’en Mota 1999, werden zu einem Bruchteil des Preises eines Krug verkauft, und das bei ähnlicher, möglicherweise sogar noch besserer, Qualität. Natürlich sind auch beim Cava die Preise eines „non-vintage“ wesentlich niedriger.